Tipps bei Diabetes Typ 2

Tipps bei Diabetes Typ 2

Meine 9 besten Diabetes Typ 2 Tipps. Das hilft wirklich und Sie müssen nicht ihr ganzes Leben umstellen.

Wie oft höre ich Menschen sagen „Diabetes ist unheilbar!“ Und wie oft gebe ich die Antwort: „Sie können eine ganze Menge für sich und ihren Körper tun, selbst bei Krankheiten wie Diabetes. Und Diabetes Typ 2 ist ganz bestimmt heilbar!

Letztere Aussage geht unter Anderem zurück auf eine tolle Forschungsarbeit von Professor Roy Taylor vom Magnetic Resonance Center der Universität Newcaste (UK). Herr Professor Taylor hat sich jahrelang schwerpunktmäßig mit Diabetes beschäftigt. Beim Diabetes Typ 2 (welches die häufigste Form ist) stellt die Bauchspeicheldrüse genügend Insulin her, behält es aber für sich in ihren Zellen. Man nennt dies eine Insulinresistenz. Isst der Mensch also ein Stück Schwarzwälder Torte (Kohlenhydratbombe), schüttet die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin aus und der Blutzucker steigt an.

Bisher hat man gerätselt, wie man diese Resistenz wohl durchbrechen könnte. Aber kein Medikament wollte so richtig wirken, im Gegenteil: Die heute gebräuchlichen Antidiabetika verstärken die Insulinresistenz sogar und es entsteht ein Teufelskreis: Insulin wirkt nicht ausreichend, Blutzucker steigt, und letztlich wird immer mehr Insulin benötigt.

Der gute Professor aus Newcastle kennt sich nicht nur in der Medizin gut aus, er ist auch ein guter Kenner der menschlichen Abstammung und der Evolution. Genetisch betrachtet sind wir Menschen nämlich auf dem Stand der Steinzeit, d.h. unsere Organe haben sich in den 5000 Jahren noch nicht so sehr an die Neuzeit adaptiert. Aber: Wie stark haben sich die Ernährungsgewohnheiten verändert. Stellen Sie sich den Ötzi mal mit einem Maxi Big Mac von Mc Donald`s vor. Oder: Um 1900 herum bestand die Hauptnahrung in einer Kartoffel, Sauermilch und ein paar Kräutern. Und heute? Wir erleben ein Überangebot vor allem an Kohlenhydraten. In vielen Speisen werden Zucker und Weißmehl verwendet. Von gezuckerten Getränken ganz zu schweigen.

Was passiert dabei mit unseren Zellen? Vor allem die Zellen der Bauchspeicheldrüse, die ja das Insulin Hormon bilden, machen dicht, weil es ihnen zu viel wird. Einfach den Laden runter und Schluss. Etwas wissenschaftlicher ausgedrückt: Eine Insulinresistenz entsteht. Kein Wunder, dass es immer mehr Zuckerkranke gibt. Leber und Bauchspeicheldrüse lagern die Kohlenhydrate als Fette für schlechte Zeiten ein. Die Leber wird zur Fettleber.

Schlau ist er schon, der Professor Taylor, denn er hat sich gesagt: Kohlenhydrat Angebot im Übermaß = Insulinresistenz=Fetteinlagerung= ungut, dann müsste doch gelten: Keine Kohlenhydrate und die Zelle öffnet ihre Tore wieder und haut das Fett raus. Recht hat er, ist irgendwie auch logisch, denn bei einer Hungersnot musste der Körper sein Insulin sehr wohl wirken lassen können und die Fettreserven dienten dem Überleben.

Insulin senkt beileibe nicht nur den Zuckerspiegel, es fördert auch das Wachstum von Zellen. Das ist nicht so prickelnd, denken Sie mal an eine Tumorerkrankung oder an die Fettzellen in Ihrem Bäuchlein. Der Insulinmechanismus hat schon manchem die Bikini- bzw. Badehosenfigur verdorben. Bei hohen Insulinspiegeln hat noch keiner an Gewicht verloren, so einfach ist das. Ich will das Insulin aber nicht nur schlechtmachen. Insulin fördert nämlich den Einstrom von Zucker in unsere Muskelzellen, was die Muckimacher freut.

Vielleicht wissen Sie, dass man in der Chirurgie stark übergewichtigen Menschen zur Gewichtsabnahme verhelfen will, indem der Chirurg ein Bändchen um den Magen wickelt. Dadurch passt weniger Essen in ihn (den Magen, nicht den Chirurgen) hinein und es entsteht ein rasches Sättigungsgefühl. Bei Diabetes Patienten, die so behandelt worden waren, war sehr häufig die Zuckerkrankheit ganz verschwunden.

Professor Taylor sagte sich nun, „das mache ich auch, aber ohne Bändchen und Bauch Aufschneiden. Einfach indem ich meinen Patienten für eine gewisse Zeit die Kohlenhydrate ganz wegnehme. Sprich: Nicht low carb, nein, no carb“
Ob Sie nun an Diabetes, Fettleber oder Übergewicht leiden oder an gar nichts von dem, sondern nur entschlacken wollen, dann sind Sie mit der Taylor Kur auf der richtigen Spur.

Machen Sie mit! 14 Tage keine Kohlenhydrate zu sich nehmen, das ist alles und müsste doch zu schaffen sein. Yes, you can ! Oder auf Deutsch: Sie schaffen das!

Erfahren Sie hier, was Sie sich und Ihrem Körper bei Diabetes Typ 2 sonst noch Gutes tun können:

1. Umsteigen auf Eiweiß betonte Kost: Dies ist in Einklang mit der oben beschriebenen Taylor-Diät. Verzichte Sie weitestgehend auf die in großer Menge „ungesunden“ Kohlenhydrate. Hierdurch schaffen Sie das Fett raus aus Leber und Bauchspeicheldrüse. Ihre Bauchspeicheldrüse wird es Ihnen danken und wieder in den Normalmodus wechseln. Sprich: Die Insulinresistenz beenden!

2. Regelmäßige Bewegung:Treiben Sie mindestens 3 x pro Woche für 45 min Sport. Dabei spielt es keine Rolle, was Sie machen. Hauptsache Bewegung. Nordic Walking ist ganz besonders geeignet, da alle Muskeln beansprucht werden (wenn man es richtigmacht) und es zudem sehr gelenkschonend ist. Je mehr Muskeln beansprucht werden, desto mehr Zucker wird “verbrannt”.

3. Leben Sie gewissenhaft nach diesen beiden ersten Tipps, sollte es Ihnen keine Mühe machen, Ihr Gewicht kontrolliert zu halten. Auch dies ist ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg hinaus aus dem Diabetes und mein dritter Tipp.

4. Vermeiden von Nahrungsmitteln, gegen die man “allergisch” ist. Besser gesagt: Nahrungsmittel, die man -allergologisch betrachtet- nicht gut verträgt (=Nachweis von IgG Antikörpern im Blut), da solche Nahrungsmittel zu einer kräftigen Ausschüttung von Insulin führen. Dies sollte aber vermieden werden, da solche Peitschenschläge der Bauchspeicheldrüse gewiss nicht guttun. Zudem gilt: Viel Insulin= viel Körpergewicht. Ich führe bei Diabetikern, Typ 2, standardmäßig immer den so genannten Nahrungsmittel Allergietest auf IgG RAST Antikörper durch. Diese sind bei Diabetikern zu 90% nachweisbar.

5. Essen Sie vermehrt Hafer, denn Hafer führt zu einer Verzögerung der Aufnahme von Kohlehydraten, ist also etwas Gutes. Und hier ist mein Lieblings- Haferküchle Rezept für Sie:

6. Weizenverbot, auch nicht als Weizen zum Trinken. Und das liegt nicht nur daran, dass Weizen „voller Zucker“ ist, was den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Nein, auch das im Weizen enthaltene Gluten ist super ungesund. Immer mehr Menschen reagieren unverträglich darauf. Die einen mit Bauchkrämpfen und Darmproblemen, die anderen ganz subtil durch unreine Haut und viele Pickel. Daher betone ich ganz dick: Finger weg vom Weizen!

7. Lassen Sie beim Arzt einen Leaky gut Bluttest durchführen: Der zeigt, auf welche Lebensmittel Sie besser verzichten sollten und wo es mit der Ernährung langgehen sollte.

8. Kümmern Sie sich um Ihre Darmflora und bauen Sie diese gezielt mit Darmflora Präparaten auf. Studien haben gezeigt, dass es Zusammenhänge gibt zwischen Diabetes und bestimmten Veränderungen der Darmbakterien.

9. Von Universitäten bewiesen: Zimt verbessert den Zuckerstoffwechsel: Aber nur der Ceylonesische. Studien haben gezeigt, dass die Zufuhr von ceylonesischem Zimt die so genannte Insulinresistenz senken kann. Allerdings: Nur bei hochwertigem Zimt und nur bei Zufuhr von 3 g pro Tag.

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